Hungrige Nachwuchskräfte
- Sascha Dehn
- 7. Juli
- 3 Min. Lesezeit
Warum ich es liebe mit jungen Nachwuchskräften zu arbeiten.
Es gibt sie da draußen, die jungen Wilden. Egal ob im Vertrieb, Marketing, Kundenservice oder HR. Auch in der Industrie oder in Handwerksberufen. Sie leben unter uns. Wirklich. Geneationen XYZ, Millennials und Co. - völlig egal. Jung ist, wer sich jung fühlt. Jung kann auch bedeuten: Noch nicht so lange, noch nicht so alt, noch frisch, noch motiviert, noch formbar, oder alt aber offen. Formbar nicht unbedingt von außen, nicht unbedingt von Besserwissern, aber von innen oder von Impulsgebern, die es gut mit einem meinen. Egal ob von (und für) Frau oder Mann oder was auch immer.
Immer wollte ich so ein Impulsgeber sein. Ein "Gutmeiner", nicht nach alter Väter Sitte. Sondern ehrlich und ohne Attitüden. Erfahrungen weitergeben, aber erst dann, wenn ich wirklich selber viele sammeln durfte. Generativ sein. Denn, meiner Meinung nach, muss man nicht jeden Fehler selbst begehen, wenn andere bereits mehrfach in diese Fettnäpfchen getreten sind. Man kann aufmerksam lauschen, bestaunen und mitnehmen, seine Schlüsse ziehen, besser werden. Eine Stufe erklimmen. Und dann die nächste, wenn man denn will.
Genau aus diesem Grund habe ich mein Buch geschrieben: 30 Erfolgsprinzipien für junge Führungskräfte
Denn, ich mag die Gespräche mit meinen Studentinnen und Studenten. Den Austausch auf Augenhöhe mit Menschen, die weiterkommen möchten. Die Spaß und Lust an der Selbstreflexion haben. Die echt bleiben wollen und sich gleichzeitig dann doch eine Entwicklung wünschen. Kein Stehenbleiben und stolz in den Rückspiegel schauen. Lieber nach vorne durch ein Fernglas blicken und die nächste Insel erahnen. Steuerrad fest in der Hand mit Kurs auf neues Land.
In Einzelcoachings und Workshops sehe ich es in den Augen dieser (jungen) Menschen. Da ist so ein Glitzern, ein Funkeln. Ein offener Blick. Ein leichtes Lächeln um den Mund. "Ja, ich sehe mein Potential, ja, ich kann es ausschöpfen, ja, ich brauche ein paar "Tools" dafür, aber ja, verdammt ich gehe den Weg." Diese Verbindung, diese Wellen, das sind wirkliche Feedbacks, die ich als Coach mehr als nur zu schätzen weiß. Berührend, faszinierend.
Unternehmen, Unternehmerinnen, Unternehmer, GFs, CEOs, HEAD OFs, alte Haudegen und ja auch wir Coaches haben da so eine gewisse Verantwortung, nicht wahr?! Nicht immer ist das eiskalte Wasser die beste Art Schwimmen zu lernen. So mancher Kälteschock führt nämlich dazu, dass man nie wieder in das Wasser steigt, obwohl man gerade das größte Schwimmtalent aller Zeiten in den Eistümpel geworfen hat. Der DRLG schreibt auf seiner Website, dass seine wichtigsten Aufgaben die folgenden sind: Schwimm- und RettungsschwimmAUSBILDUNG, AUFKLÄRUNG über WasserGEFAHREN und WasserRETTUNGSDIENST. Besser kann man es wohl nicht formulieren.
Genau das ist es, was mich jeden Tag antreibt. Nicht der Applaus am Ende eines Workshops. Nicht die Bewertung auf einer Feedback-Karte. Sondern dieser eine Moment, in dem jemand den Raum verlässt und ich weiß: Der oder die wird den eigenen Weg gehen.
Einen Dienst haben wir Berater und Coaches dann erbracht. Wir haben auf Gefahren hingewiesen, in Aufklärung und Ausbildung investiert und vielleicht das ein oder andere Potential gerettet. Motiviert in der Art, dass jede und jeder selbst für sich erkannte, ich kann mich entwickeln.
Vielleicht springen am Ende deutlich mehr Menschen ins Wasser, wenn Sie wüssten: Am Rand steht jemand, der weiß wie tief, wie kalt der See ist und wie und wo die Strudel lauern.
Sascha B. Dehn - 30 Erfolgsprinzipien für junge Führungskräfte, erschienen bei Springer Gabler





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